Kultur

Loading
loading..

Kultur- Lust

Die Fülle unserer Kunstschätze, Kulturdenkmäler, kulturellen Veranstaltungen etc. ist nicht aufzählbar. Wir möchten Ihnen mit dieser Seite unsere Heimat wenigstens bruchstückhaft vorstellen und anhand einiger ausgewählter Beispiele unsere Kulturschätze näher bringen.

Die geografische Lage Kärntens: Das südlichste Bundesland Österreichs, 9.533 km2, ca. 600.000 Einwohner; Landeshauptstadt ist Klagenfurt (ca. 100.000 Einw.) umfasst den Einzugsbereich der oberen Drau mit ihren Nebenflüssen. Im Süden grenzt Kärnten an Slowenien und Italien. Kärnten bildet eine  in sich geschlossene Beckenlandschaft zwischen Karawanken und Karnischen Alpen im Süden, Hohen Tauern im Nordwesten, Gurk- und Seetaler Alpen sowie Packalpe im Norden und der Koralpe im Osten. Es gliedert sich in das gebirgige Oberkärnten (Oberes Drautal, Möll-, Lieser- und Gailtal) und das meist flachwellige Unterkärnten, dessen Kernraum das Klagenfurter Becken ist, das größte inneralpine Becken der Ostalpen. In Kärnten liegen 4 große Seen (Wörthersee, Ossiacher See, Millstätter See und Weißensee) und etwa 200 kleinere. Die Bevölkerung ist zu 95 % deutschsprachig, südlich der Drau und im Untergailtal wohnen Slowenen.

Die Geschichte Kärntens im Überblick:

Altsteinzeit erste Besiedelung 15 v. Chr.:

Unter Kaiser Augustus wurde Kärnten ein Teil des Römischen Reiches.

Ende des 6. Jhdt.: Slawen und Awaren vernichten die römische Kultur.

743: „Karantanien“ (Kärnten), seit dem 6. Jhdt. so genannt, wird unter fränkische Herrschaft gebracht.Slawen und Bajuwaren besiedeln das Land.

887: Arnulf von Kärnten wird König des ostfränkischen Reiches.

896: König Arnulf wird Römischer Kaiser und vereinigt zum letzten Mal das Frankenreich.

897 – 947: Karantanien unter den bayrischen Luitpoldingern.

976: Kaiser Otto II. löst die Personalunion mit Bayern. Kärnten wird Herzogtum des Deutschen Reiches neben den alten Stammesherzogtümern Bayern, Schwaben, Franken und Sachsen. 11. Jhdt.: Beginn der Klostergründungen:

um 1010 St. Georgen am Längsee, vor 1028 Ossiach, um 1070 Millstatt, 1072 Gurk, 1091 St. Paul im Lavanttal.

1011 – 1035: Herzog Adalbero aus dem Geschlecht der Eppensteiner begründet die erste einheimische Dynastie; nach seinem Sturz folgen in raschem Wechsel schwäbische und fränkische Herzoge.

1120: Erlöschen des Herzogsgeschlechtes der Eppensteiner; endgültige Trennung der Steiermark von Kärnten.

1122 – 1269: Kärnten unter der Herrschaft der rheinfränkischen Spanheimer. – Steiermark scheidet endgültig aus dem Verband des Herzogtums Kärnten aus.

1193/1199: Klagenfurt erstmals urkundlich als „forum Chlagenuurt“ erwähnt.

1202 – 1256: Herzog Bernhard von Spanheim; Vollentwicklung des Städtewesens; Blütezeit des mittelalterlichen Kärnten.

1252: Friede von Lieserhofen, abgeschlossen zwischen Philipp, Erwähltem von Salzburg, Albert II., Graf von Tirol, und Meinhard IV., Graf von Görz

1256 – 1269 (1279): Herzog Ulrich III. von Kärnten: Mit seinem Tod 1269 erlischt die letzte einheimische Herzogdynastie (1279 stirbt sein Bruder Philipp von Spanheim, Letzter seines Geschlechts).

1269 – 1276: Kärnten wird in Personalunion durch König Ottokar II. von Böhmen erstmals mit Österreich, der Steiermark und Krain vereinigt.

1270: Graf Ulrich von Heunburg wird zum ersten Kärntner Landeshauptmann ernannt.

1276 – 1279: Philipp von Spanheim dem Namen nach Herzog von Kärnten.

1279: Klagenfurt erstmals urkundlich als Stadt erwähnt.

1335: Kärnten wird habsburgisch und mit Österreich, Steiermark und Krain vereinigt.

1338: Bestätigung der Landesfreiheiten (Kärntner Landshandfeste) durch Herzog Albrecht II. Stadtrechte von St.Veit/Glan und Klagenfurt urkundlich bestätigt 1348: Erdbeben, Bergsturz der Villacher Alpen.

1414: Letzte Herzogeinsetzung auf dem Fürstenstein bei Karnburg.

1420: Aussterben der Grafen von Ortenburg mit Friedrich. Der Besitz fällt an die Grafen von Cilli.

1446: Das älteste erhaltene Kärntner Ständeverzeichnis nennt als Landstände (Landschaft): 16 geistliche Stände, 2 Herren, 96 Ritter und Knechte, 3 Städte.

1460: Kaiser Friedrich III. unterwirft im Frieden von Pusarnitz den Kärntner Besitz der Grafen von Görz und der ausgestorbenen Cillier seiner landesfürstlichen Hoheit.

1473 – 1483: Fünf Türkeneinfälle in Kärnten (1473, 1476, 1478, 1480, 1483).

1478: Großer Bauernaufstand unter Führung von Peter Wunderlich.

1480 – 1490: Der Ungarnkönig Mathias Corvinus bekriegt im Bunde mit Salzburg Friedrich III.; Notzeit des Landes durch Söldner, Ungarn und Türken. Die salzburgischen Besitzungen werden der landesfürstlichen Hoheit wieder unterworfen.

1490: Heuschreckenplage.

1500: Erlöschen der Grafen von Görz mit Leonhard (gest. IV.12). Der Besitz wird zwischen Kärnten und Tirol (Lienz) aufgeteilt.

1518: Kaiser Maximilian I. schenkt den Kärntner Ständen die 1514 abgebrannte Stadt Klagenfurt; sie wird im 16. Jhd. als landeständische Residenz neu auf- und ausgebaut

1520 – 1580: Aufstieg des Protestantismus.

1524: Die Grafschaft Ortenburg in Oberkärnten kommt an Freiherr Gabriel von Salamanka.

1525: Bauern- u. Knappenaufstand in Oberkärnten.

1535: Der Besitz des Erzbistums Salzburg in Kärnten wird der landesfürstlichen Hoheit unterstellt.

1578: Religionsfreiheit für den Adel durch Erzherzog Karl in Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain). Türkenzug der Kärntner Stände nach Bosnien.

1600: Beginn der landesfürstlichen Gegenreformation unter Erzherzog Ferdinand im Bürgertum und Bauernstand. Reformationskommission unter der Führung von Bischof Martin Brenner von Seckau zieht durchs ganze Land. Auswanderung aus Glaubensgründen nach Süddeutschland. Nur der Adel schließt sich noch aus. 1628: Aufhebung der Religionsfreiheit des Adels durch Kaiser Ferdinand und Auswanderung Hunderter Familien. Wirtschaftlicher Niedergang, Erliegen des Edelmetallbergbaues, Abstieg der Ständemacht.

1662: Johann Ferdinand (seit 1662) Reichsfürst Porcia brachte die Grafschaft Ortenburg von den Grafen Widmann käuflich an sich.

1674: Bambergs Kärntner Besitz wird voll der landesfürstlichen Hoheit unterworfen.

1732: Beginn einer neuen Protestantenverfolgung. Transmigrierungen nach Siebenbürgen.

1747 – 1756: Zentralistische Reformen Maria Theresias: Kreiseinteilung, Steuerrektifikation.

1772: Kaiserin Maria Theresia verfügt das gesetzliche Erbrecht der Bauern an ihrem Besitz.

1781: Toleranzgesetz Kaiser Josephs II.; Über 14.000 Geheimprotestanten bekennen sich und bilden evangelische Pfarren. Aufhebung der Leibeigenschaft.

1782: Kärnten verliert durch die Unterstellung unter die Regierung in Graz seine administrative Selbständigkeit – mit Unterbrechungen von 1790 – 1804). Das innerösterreichische Appelationsgericht kommt nach Klagenfurt.

1787: Der Gurker Fürstbischof übersiedelt nach Klagenfurt.

1790: Wiedererrichtung einer eigenen Landeshauptmannschaft.

1797: Durchmarsch der Franzosen unter Napoleon Bonaparte.

1805: Zweiter Einfall der Franzosen: schwere Kriegskontributionen.

1809: Verteidigung der Forts Predil und Malborghet durch die Hauptleute Hermann und Hensel, Kämpfe des Kärntner Landsturmes unter Johann Bapist. Türk in Oberkärnten, französische Besetzung und Schleifung der Befestigung von Klagenfurt, Abtretung des Villacher Kreises an Frankreich.

1848/49: Revolution. Erster frei gewählter Kärntner Landtag; Kärnten setzt die Wiederherstellung der Selbständigkeit und Verwaltungseinheit des Landes durch.

1849: Durch die Grundentlastung wird der Bauer von allen Abgaben an die Grundherrschaft frei und Alleineigentümer seines Besitzes.

1859: Marburg wird Sitz des Bistums Lavant: seine Kärntner Gebiete kommen an das Bistum Gurk.

1915 – 1917: Grenzverteidigung in den Karnischen und Julischen Alpen nach dem Kriegseintritt Italiens.

1918: Die Kärntner Landesverfassung erklärt den Beitritt zur Republik Deutsch-Österreich.

1918: Die Kärntner Landesregierung beschließt den bewaffneten Widerstand gegen weiteres Vordringen der Jugoslawen. 14. Dezember bis 22. Jänner Abwehrkämpfe, dann Waffenstillstand.

1919: Der Friedensvertrag von St. Germain bewilligt die Volksabstimmung und teilt das Kanaltal Italien, das Mießtal, Unterdrauburg und die Gemeinde Seeland Jugoslawien (heute Slowenien) zu.

1920: 10. Oktober Volksabstimmung: 60 % der abgegeben Stimmen für Österreich. 22. November: Das Abstimmungsgebiet kehrt unter die Souveränität Österreichs zurück.

1925: Höhepunkt der Inflation.

1938: Kärnten wird mit Österreich von Deutschland annektiert: Kärnten wird eigener Reichsgau.

1945 Kärnten wird von den Engländern befreit

 

Hochosterwitz: Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 860. Die Spanheimer verliehen den Osterwitzern 1209 das Erbamt der Mundschenken. Der letzte Schenk von Osterwitz wird 1475 bei einem Türkeneinfall gefangen und stirbt in der Gefangenschaft ohne Erben. Hochosterwitz fällt an den Landesfürsten, Kaiser Friedrich III., zurück. König Ferdinand I. verpfändet Osterwitz an den Landeshauptmann, Christof Khevenhüller;

1571 erwirbt Georg Freiherr von Khevenhüller, ebenfalls Landeshauptmann, die Burg käuflich, baut sie wegen der drohenden Türkeneinfälle aus, versieht sie mit einer Waffenkammer und lässt die 14 Tore in den Jahren 1570 – 1586 errichten. Ein derartig vielseitig gesicherter Burgweg zählt nicht nur zu den größten Seltenheiten, sondern stellt ein Unikum im Burgenbau dar. Eine alte Urkunde verzeichnet die Namen der einzelnen Tore. Seit dieser Zeit fanden keine wesentlichen baulichen Veränderungen statt. Die Burg ist bis zum heutigen Tag ununterbrochen im Besitz der Khevenhüller. In einer Verfügung des Bauherrn, Georg Khevenhüller, aus dem Jahre 1576, welche auf einer Marmortafel im Burghof zu lesen ist, wird das Vermächtnis erlassen, es möge die Burg im Besitz der Nachkommen bleiben und diese für deren Erhaltung Sorge tragen. Diesem Vermächtnis hat sich die Familie Khevenhüller stets verpflichtet gefühlt.

Das Zollfeld, die Herzlandschaft Kärntens: Virunum, ehemalige Hauptstadt der römischen Provinz Noricum, um 50 n. Chr. im Zentrum des Zollfelds als „municipium Claudium Virunum“ von den Römern gegründet, erstreckte sich auf dem Westhang des Töltschacher Bergs und auf der ersten östlichen Uferterrasse des Glanflusses (konnte erst im 19. Jahrhundert lokalisiert werden). Nach der Gründung von Virunum erlebte das Land für 200 Jahre Frieden. Nach der Teilung der Provinz Noricum unter Diokletian (284-305) war Virunum die Hauptstadt von Noricum mediterraneum. Im 5. Jahrhundert setzte der Verfall ein, Ende des 6. Jahrhunderts wurde Virunum von den Awaren und Slawen endgültig zerstört. Im frühen Mittelalter fanden auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Maria Saal die Herzogeinsetzungen statt. In Karnburg, wo sich der Fürstenstein befand, fand vorerst die bäuerlich-demokratische Einsetzungszeremonie statt. Im Anschluss daran fanden in Maria Saal die kirchliche Feier und das Festmahl statt. Den Abschluss der Zeremonie bildete die Huldigung des Herzogs durch die Landstände. Der Herzogstuhl, der noch heute auf dem Zollfeld steht, wurde im Jahre 1834 mit einem Lanzengitter umgeben. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde an der Stelle, wo sich die Marienkirche befunden hatte, der berühmte Dom errichtet, der in der Zeit der Türkeneinfälle zusätzlich befestigt wurde und so zahlreichen Bauern der Umgebung Schutz bot.

Der Vierbergelauf: Eine der wohl eigenartigsten Wallfahrten im Lande ist der Vierbergelauf. Obwohl oft beschrieben, wissen wir im Grunde so gut wie nichts über Entstehung und Herkunft dieses Umgangs und seine eigenartigen Rituale. Vieles hat sich im Lauf der Jahrhunderte geändert, manches ist in Vergessenheit geraten und Neues dazugekommen. Unverändert geblieben sind nur das Gehen, die Berge und die magische Anziehungskraft dieses Umgangs. Fünfzig Kilometer Pilgerweg führen am „Dreinagelfreitag“ über die vier heiligen Berge in Kärnten, dem Magdalensberg 1058 m, dem Ulrichsberg 1015 m, dem Veitsberg 1171 m und dem Lorenziberg 1000 m. Die Wallfahrt beginnt um Mitternacht und muss innerhalb von 17 Stunden vollzogen sein.

Wehrkirche Tiffen: Älteste Wehrkirche Kärntens mit Fresken von Suitbert Lobisser. Vor der Kirche befinden sich antike Römersteine. Marmor-Reliefs an den Wänden der Tiffner Kirche zeugen von der Kunst der Römer. Sie gilt als eine der Urpfarren Kärntens, um die sich zahlreiche Sagen ranken. Die Geschichte von den gebratenen Tauben ist auf der Innenseite des Flügelaltars dargestellt.

Dom zu Gurk: Die romanische Basilika aus dem 12. Jh. zählt zu den bedeutendsten Bauwerken europäischer Sakralkunst. Im Laufe ihrer Geschichte ist dieses als Bischofskirche errichtete Gotteshaus ein Gesamtkunstwerk der unterschiedlichsten Stilepochen geworden. Dazu gehören die romanische Krypta mit hundert Säulen (1174), gotische Gewölbe und Fresken, Renaissancefresken und die barocke Ausstattung: Hochaltar von Michael Hönel (1632), Kreuzaltar von Georg Raphael Donner (1741) und Kanzel (1741). Aus der neuesten Zeit (1987) stammen die Eingangstür und der Volksaltar von Thomas Hoke.

Das Gurker Fastentuch: Dieses beeindruckende Beispiel spätmittelalterlicher Malkunst ist das älteste und größte Fastentuch Österreichs (1458)

Ortenburg: Die Ortenburger stammen aus Bayern und treten um das Jahr 1070 mit einem Adalbert in die Kärntner Geschichte ein. Dieser Adalbert dürfte bereits mit dem Bau der Ortenburg begonnen haben. Die Anlage wird 1136 erstmals urkundlich erwähnt. Adalberts Sohn Otto I. nannte sich bereits Graf von Ortenburg und vollendete die starke Festung in der Schattseite. Als 1149 das Geschlecht der Grafen von Lurn erlosch, das von der Hohenburg ob Pusarnitz aus ganz Oberkärnten und Osttirol regierte, traten ihr Erbe die Grafen von Görz-Tirol und die Ortenburger an. Otto II. übernahm den östlichen Teil der Grafschaft Lurn. Der ortenburgische Besitz reichte nun von der Hohenburg hoch über dem Lurnfeld bis zum Rennstein bei Villach. Dieses edle Geschlecht saß in Kärnten auf der Ortenburg, auf Sommeregg bei Seeboden und auf der Hohenburg, auf Kellerberg und Sternberg, auf Prägrat bei Feldkirchen und auf Steuerberg. Im 14. Jahrhundert erwarben sie das Gegendtal und in Krain nannten sie sieben Schlösser mit ausgedehnten Ländereien ihr eigen. Von der Ortenburg aus erfolgte 1191 die Gründung des Hospitals und wenig später des Marktes Spittal. Nach dem Aussterben der Ortenburger gelangte 1418 die Herrschaft an die Grafen von Cilli und 1456 mit dem Frieden von Pusarnitz an Kaiser Friedrich III., der den ortenburgischen Besitz 1524 an Gabriel von Salamanca übertrug. 1639 ging die Grafschaft an die Gebrüder Widmann und 1662 an den Fürsten Johann Ferdinand von Porcia über; im Besitz seiner Nachkommen bis 1917.

Burg Sommeregg: Die Burg Sommeregg wurde um das Jahr 1080 vermutlich vom Freisinger Vizedom Adalbert erbaut, der aus Bayern stammte und die ausgedehnten Oberkärntner Güter des Bistums Freising zu verwalten hatte. Sein Sohn Otto I. war der erste Graf von Ortenburg. Er selbst oder einer seiner Nachfahren hat auch die Herrschaft Sommeregg erworben. Als im Jahre 1420 die Grafen von Cilli als Erben die Ortenburg übernahmen, kam auch die Herrschaft Sommeregg in deren Besitz. 1442 belehnte Graf Friedrich II. von Cilli den Edlen Andreas von Graben mit Sommeregg Er war damals Hauptmann des Grafen von Cilli zu Ortenburg. Unter dem Nachfolger des Andreas von Graben kamen die Ungarn nach Kärnten. Sie hatten sich im salzburgischen Gmünd niedergelassen, eroberten auf ihren Raubzügen auch Sommeregg und zerstörten große Teile davon. Am Beginn des 16. Jahrhunderts erstand diese Burg aufs neue. Nur der runde romanische Vorturm stammt noch aus der alten Bauperiode. Im Jahre 1550 erwarb Christoph KhevenhülIer, früher ortenburgischer Hauptmann und Grundbesitzer im Markt Spittal, später Besitzer der Burgen Landskron und Hochosterwitz, und seit 1541 Landeshauptmann von Kärnten, im Kaufwege Burg und Herrschaft Sommeregg, die mit seinem Tod an dessen Sohn Moritz Christoph übergingen. In der Zeit des Geheimprotestantismus war die Burg Sommeregg ein beliebter Sammelpunkt für die Anhänger der Lehre Martin Luthers, und einige Zeit wurden dort sogar protestantische Prädikanten beherbergt. 1628 verkaufte Paul von Khevenhüller die Herrschaft Sommeregg dem aus Venedig stammenden Handelsherrn Johann Widmann um 100.000 Gulden, weil er als strenger Protestant das Land verlassen musste. Die Brüder Martin und Ludwig Widmann, die 1640 auch die Herrschaft Ortenburg-Spittal erwarben, veräußerten Sommeregg jedoch bereits 1651 wieder an Frau Katharina Gräfin zu Lodron, der Gemahlin des Grafen Christoph Lodron zu Gmünd. Ihre Nachfahren waren bis 1934 im Besitze dieser schönen Burg. Damals erwarb der Spittaler Kaufmann Josef Riebler die Herrschaft Sommeregg und überließ sie seiner Tochter, Frau Helen Teres Baronin Rosenberg de la Mare. 1968 verkaufte sie ihren Besitz an die Seebodner Bürger Baumeister Ing. Helmut Eder, Alfred Unterdorfer und Andreas Egger. Vom Gesamtbesitz trennte Andreas Egger 14.000 Quadratmeter Grund mit der Burgruine und dem ehemaligen Jagdschlössl für sich ab. Das Jägerhäusl und der Schlossteich, die Wiesen und Felder verblieben den drei neuen Besitzern gemeinsam. Andreas Egger renovierte die Burg und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich Seit 1992 ist die Burg in Besitz der Familie Riegler, beinhaltet ein über die Grenzen bekanntes Restaurant und die Folterausstellung. Jedes Jahr im August heißt es drei Wochen lang Ritterturnier und Leben im mittelalterlichen  Dorf hautnah zu erleben

Layout mode
Predefined Skins
Custom Colors
Choose your skin color
Patterns Background
Images Background